DIN-Normen

Die DIN-Normen für Spielzeugsicherheit

Viele Hersteller*innen von weichen Spielzeugen und Schnullerketten, die sich zum Thema CE-Kennzeichnung informieren, stoßen früher oder später auf das Thema „DIN-Normen“. Was es mit den „Normen“ auf sich hat sowie Antworten auf die offenen Fragen, Rätsel und Geheimnisse bekommt Ihr in diesem Artikel. Basis-Infos zur CE-Kennzeichnung (Was kommt auf mich zu? Wie lang dauert es? Wie viel kostet es?….) findest Du hier.

Viele CE-Interessierte, die in einschlägigen Facebook-Gruppen oder Online-Foren Fragen zu den DIN-Normen stellen, beißen ab einer gewissen Stelle auf Granit. Plötzlich, wenn man etwas Konkreteres wissen will, bekommt man keine Antwort mehr. Meist wird man dann von den Gruppen-Mitgliedern informiert, dass man sich die Normen eben beschaffen muss. Und dass diese, wenn man sie beim Beuth-Verlag kauft, teuer sind.

Außerdem wird angesagt, dass die Vereine „SpielSicher e.V.“ und „Wir machen Spielzeug“ Zugang zu den DIN-Normen bieten. Alles richtig.

Wozu dienen die DIN-Normen?

Aber wozu dienen die DIN-Normen eigentlich? Wozu braucht man sie? Warum sind die so teuer? Gibt es Alternativen?

Das wird meist nicht erklärt. Vermutlich deswegen, weil es den meisten zu umständlich ist, das zu formulieren. Weil keiner viel Lust hat, sich mit dem Thema CE/Normen länger als unbedingt nötig herumzuschlagen. Und weil viele es schlicht selbst nicht wissen.

Das soll sich mit diesem Artikel ändern. Teile dieses Beitrags sind dem Normen-Kapitel meines CE-Handbuches entnommen. Meine CE-Handbücher nehmen Dich bei der CE-Kennzeichnung an die Hand. Sie beinhalten auch eine Text-Vorlage für alle zu erstellenden Dokumente für die Technische Dokumentation.

Ich unterschreibe die Konformitätserklärung, in der die verwendeten DIN-Normen aufgelistet werden.
 Krönung der CE-Kennzeichnung: Unterschreiben der „Konformitätserklärung“

Die Spielzeugrichtlinie und die DIN-Normen zur Spielzeugsicherheit

Spielzeug darf in der EU nicht ohne das CE-Zeichen verkauft werden. Das CE-Zeichen stellt dabei eine Art behördliches Siegel dar, ähnlich einem Passdokument. 

Jedoch darf ein Spielzeug das CE-Zeichen nur dann tragen, wenn der Hersteller die „Konformität mit der EU-Richtlinie für Spielzeugsicherheit 2009/48/EG “ nachgewiesen hast. Auf gut deutsch: Nur dann, wenn Du in der Lage bist zu beweisen, dass Dein Spielzeug so hergestellt ist, dass es den Richtlinien entspricht, die die EU-Gesetzgebung für sicheres Spielzeug aufgestellt hat.

Die Spielzeugrichtlinie: Sehr allgemein

Die EU-Kommission gibt aber in der Spielzeugrichtlinie nur relativ allgemeine Hinweise zur Spielzeugsicherheit – es ist eben nur eine „Richtlinie“. Du kannst ja mal einen Blick in die Spielzeugrichtlinie werfen, die Du z.B. HIER in deutscher Sprache herunterladen kannst (PDF Nr. 8, neben dem steht „Richtlinie 2009/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2009 über die Sicherheit von Spielzeug“).

Du wirst feststellen, dass die Regelungen darin eher allgemeiner Natur (und ziemlich kryptisch formuliert) sind. Dort steht zum Beispiel nicht konkret, wie viel von welchem schädlichen chemischen Element in Spielzeugen enthalten sein darf, wie schwer ein Spielzeug bestimmter Größe sein darf, um keine Gefahr für ein Kind darzustellen, oder wie lang Schnüre und Bänder sein dürfen, um keine Strangulationsgefahr darzustellen. Auch in den so genannten „Erläuternden Leitlinien“ wird es nicht wesentlich konkreter.

Konkrete Standards legen die DIN-Normen fest

Solche Standards, Grenzwerte und alle erforderlichen konkreten Regeln legt die so genannte „Europäische Norm für Spielzeugsicherheit“ fest, umgangssprachlich von Spielzeugherstellern und -experten oft als „Spielzeugnorm“, „DIN-Normen“ oder einfach „die Normen“ bezeichnet.

Die „Normen“ bestehen aus 14 Teilen. Ziel dieser Normen ist es, allgemein verbindliche Regeln (eben „Normen“) fest zu legen, an die sich alle Hersteller bzw. Markt-Akteure zu halten haben.

Die Titelseite der DIN_EN_71-1 über mechanische und physikalische Eigenschaften
Titelseite von Teil 1 der „Spielzeugnorm“ – hier ahnt man schon, das die Lektüre nicht gerade Spaß macht….

DIN-Norm für Schnullerketten

Auch wenn Du Schnullerketten herstellst, die eventuell nicht CE-pflichtig sind, gibt es eine DIN-Norm für Deine Produkte. Nämlich die DIN EN 12586, die die einzuhaltenden „Sicherheitsregeln“ für Schnullerketten genau festlegt. Diese Norm muss tatsächlich von jeder in der EU verkauften Schnullerkette eingehalten werden. Und die umgangssprachlich als „Schnullerketten-Norm“ bezeichnete Norm ist nicht weniger anspruchsvoll als die Spielzeugnormen.

Deswegen ist es fast gehupft wie gesprungen, ob Deine Schnullerketten nun CE-pflichtig sind oder nicht. Du musst auch nicht CE-pflichtige Schnullerketten umfangreich testen und dokumentieren. Dabei hilft natürlich das CE-Handbuch für Schnullerketten, das auch alle Tests und Infos für die nicht CE-pflichtigen Schnullerketten beinhaltet.

Wer verfasst die DIN-Normen?

Bei uns in Deutschland werden die Normen vom DIN-Institut in Kooperation mit dem europäischen CEN (COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION = französisch für „Europäisches Komitee für Normung“) sowie in Zusammenarbeit mit europäischen Verbänden und anderen Interessensvertretern erarbeitet. In Deutschland werden sie dann vom Beuth-Verlag herausgegeben und vertrieben.

Aus diesen 14 Teilen besteht die „Europäische Norm für Spielzeugsicherheit“:

Teil 1: Mechanische und physikalische Eigenschaften
Teil 2: Entflammbarkeit 
Teil 3: Migration bestimmter Elemente
Teil 4: Experimentierkästen für chemische und ähnliche Versuche
Teil 5: Chemisches Spielzeug (Sets) ausgenommen Experimentierkästen
Teil 7: Fingermalfarben — Anforderungen und Prüfverfahren
Teil 8: Aktivitätsspielzeug für den häuslichen Gebrauch
Teil 9: Organisch-chemische Verbindungen — Anforderungen
Teil 10: Organisch-chemische Verbindungen — Probenvorbereitung und Extraktion
Teil 11: Organisch-chemische Verbindungen — Analysenverfahren
Teil 12: N-Nitrosamine und N-nitrosierbare Substanzen
Teil 13: Brettspiele für den Geruchssinn, Kosmetikkoffer und Spiele für den Geschmackssinn
Teil 14: Trampoline für den häuslichen Gebrauch

Die Normen-Teile 1 und 2 (hier fett dargestellt) muss man sich als Herstellerin von weichen Spielzeugen mindestens beschaffen.

Was steht in den Normen eigentlich drin?

In den Normen sind unter anderem die genauen Grenzwerte für die chemischen, physikalischen, mechanischen, … Eigenschaften für sichere Spielzeuge festgelegt. Auch die Testverfahren für die berühmten Sicherheitstests werden beschrieben; das heißt, es steht genau drin, wie man z.B. den Brenntest (eigentlich „Entflammbarkeitsprüfung“) und die „Zerreißproben“ (korrekter Begriff: Zugprüfung) an Puppen und Stofftieren durchführt.

Das geht bis hin zu Angaben, welcher Luftdruck zur Zeit des Brenntests herrschen muss, und welche Form die „Klemmbacken“ der Zangen haben müssen, mit denen man ein Stofftier bei der Zugprüfung anfasst. Auch Zusammenhänge und Abhängigkeiten stehen drin, also z.B. welche weiteren Tests anstehen, falls ein bestimmter Test nicht bestanden wurde.

Beispiel: Wenn bei der Zugprüfung eine Naht gerissen ist, prüft man mit einem speziell geformten „Prüffinger“, ob man damit in das Loch hineinkommt. Wenn das nicht gelingt, gilt das Spielzeug trotz gerissener Naht als sicher. Aber wenn der Prüffinger hineinkommt, muss man die Herstellungsweise verändern und den Zugtest wiederholen. Natürlich ist die Größe und Form des Prüffingers in der Norm auch genau definiert.

Warum sind die Normen so unverständlich geschrieben?

Die Normen sind in einer Sprache formuliert, die wir in Physik vielleicht nicht mehr so Bewanderten nicht so leicht verstehen.

Das hat den Hintergrund, dass sich in der „großen Spielzeug-Industrie“ Prüf-Ingenieure mit den Normen befassen. Für solche Prüf-Ingenieure, die auch über Prüf-Labore und spezielle Gerätschaften verfügen, sind die Normen geschrieben. Und ja, in den Normen findet man Formeln und seltsame Zeichen. Prüf-Ingenieure bringen natürlich per Ausbildung ein profundes Wissen in Mechanik, Physik, Chemie und in Prüfverfahren mit.

Die Normen sind auch VON solchen Ingenieuren geschrieben. Die kommen natürlich gar nicht auf die Idee, dass in Physik und Chemie eher Unwissende wie wir Kleinherstellerinnen sich mit den Normen auseinandersetzen und sie anwenden müssen. Sie sind eben von Ingenieuren für Ingenieure geschrieben.

Alternativen zu den DIN-Normen?

Also muss ich die Normen jetzt kaufen und studieren? Ja und nein. Theoretisch ist die Normenanwendung nicht vorgeschrieben. Du kannst theoretisch auch auf andere Weise die „Konformität mit der Spielzeugrichtlinie“ sicherstellen. Jedoch gilt das wirklich nur in der Theorie, denn wie willst Du das anstellen? Selbst korrekte Prüfverfahren entwickeln? Und dann noch beweisen, dass diese dann sicheres Spielzeug hervorbringen? Nein, sicher nicht!

Normen-Anwendung: Konformität wird angenommen

Die Normen sind zwar kryptisch und in Physiker-Sprache geschrieben. Jedoch: Wenn wir uns daran halten und das in unseren CE-Unterlagen (unserer „Konformitätserklärung“) auch unterschreiben, wird von allen Behörden angenommenen, dass unsere Spielzeuge konform mit der Spielzeugrichtlinie sind.

Damit sind wir auf der sicheren Seite. Die Normen sind genau deswegen festgelegt und aufgeschrieben worden, weil sie die Umsetzung der Spielzeugrichtlinie und die Kontrolle der Hersteller vereinfachen. Einfacher geht es leider nicht. Also kommen wir nicht drumherum, sie anzuwenden.

Nun gut, es gibt natürlich eine super Hilfe und Alternative: In meinem CE-Handbuch erkläre ich die Normen-Anwendung ganz genau. Ich „übersetze“ sozusagen alles schwer Verständliche, mache es begreifbar und anwendbar. Auch erkläre ich ganz genau, wie man die Testverfahren zu Hause (also ohne Prüf-Labor) umsetzen kann, so dass Leserinnen des Handbuches theoretisch die Normen gar nicht zur Hand nehmen müssen. Denn das ist erlaubt: Wir dürfen, so lange wir uns an die Normen halten, die Tests auch zu Hause durchführen.

Drei Ordner mit CE-Unterlagen und ein Laptop, der "Schritt 2" des CE-Handbuches anzeigt.
 Das CE-Handbuch hilft bei der Durchführung der CE-Kennzeichnung und bei der Anwendung der Normen

Muss ich die gesamten Normen lesen und anwenden?

Nein. Der Großteil der DIN-Normen ist für Hersteller von weichen Spielzeugen gar nicht relevant, denn die Normen gelten ja nicht nur für Puppen und Stofftiere, sondern u.a. auch für Magnetkästen, Roller, Carrera-Bahnen, „Activity-Center“, Faschingskostüme und Wasserpistolen.

Es ist allerdings mühsam, das für uns Relevante rauszufiltern, die Zusammenhänge zu durchschauen und dabei nichts Wichtiges zu übersehen. Denn das verbirgt sich manchmal in einem Nebensatz in einem Abschnitt, den man zunächst nicht für relevant erachtet hat. Deswegen ist mein CE-Handbuch hierbei eine so große Hilfe.

ABER: Du unterschreibst später die Anwendung der Normen. Ich als Autorin des CE-Handbuches übernehme nicht die Garantie für Deine erfolgreiche Normenanwendung, auch wenn ich sicher bin, dass Du normenkonform arbeitest, wenn Du alles so machst wie im Handbuch beschrieben.

Dennoch: da Du ihre Anwendung unterschreibst, solltest Du Dir die Normen beschaffen und tatsächlich auch durchlesen sowie den für Dich relevanten Inhalt verinnerlichen.

Zum Thema Copyright / „Zitieren“ der Normen in meinem Handbuch

Ich habe mein CE-Handbuch übrigens von einer Justiziarin der DIN-Stelle bzw. des Beuth-Verlags lektorieren lassen, weil ich sicher gehen wollte, dass ich das Copyright nicht verletze. Denn immer wieder hatte ich gehört, dass man „die Normen nicht zitieren darf“. Das ist richtig. Aber die konkrete Art und Weise, wie ich Teile der Normen erläutere und „übersetze“, ist gesetzlich in Ordnung, wie mir die Justiziarin mitteilte. Die Dame hatte keinerlei Beanstandungen, sondern lobte sogar die Ausführlichkeit und die Richtigkeit der Inhalte. (Darüber habe ich mich seinerzeit sehr gefreut, und hat mir auch gezeigt, dass es der DIN-Stelle vor allem darauf ankommt, dass die Normen eingehalten werden.)

Warum kosten die Normen was?

Manche fragen mich: Warum kosten die Normen eigentlich was? Wie Gesetze sollten sie doch kostenlos zugänglich sein, oder nicht?

Tja, hinter der Ausarbeitung der DIN-Normen stecken Verbände und Organisationen, die natürlich wichtige Arbeit leisten. Als Begründung habe ich gehört, dass es viel Aufwand bedeutet, über die Normen / Grenzwerte zu verhandeln und die einzelnen Normen dann zu verfassen und zu vertreiben.

Das glaube ich ja auch, aber auch über Gesetze wird mit hohem Aufwand verhandelt (das nennt man Politik 🙂 und sie werden ausformuliert. Und trotzdem sind sie allen Bürgern kostenlos zugänglich.

Folgende halbwegs schlüssige Erklärung habe ich bekommen: Die Normen werden streng genommen ja nur für die Industrie (=Spielzeugfirmen und deren Prüf-Ingenieure) gemacht. Und die Industrie hat was davon. Sie müssen nicht aufwändig alle die Konformität mit der schwammigen Spielzeugrichtlinie nachweisen, selbst Tests entwickeln usw., sondern haben mit den Normen ein Regelwerk zur Hand.

Das hilft und vereinfacht es ihnen, schneller und einfacher Geld mit ihren Produkten zu verdienen. Für uns KleinherstellerInnen sieht das natürlich ein wenig anders aus (sprich: für uns sind 406 Euro für die zwei wichtigsten Normen kein Pappenstiel!)

Aber wir sind eben nicht die Haupt-Zielgruppe für die DIN-Normen.

Wege zu den Normen

Die Normen beschaffst Du Dir am besten über eine Mitgliedschaft im einem der Vereine für Spielzeugsicherheit: „SpielSicher“ oder „Wir machen Spielzeug“ (Alternativen siehe unten). In beiden Vereinen ist für Mitglieder der Normenzugang ohne zusätzliche Kosten inbegriffen. Allerdings bezahlst Du eine Mitgliedsgebühr von ca. 60 Euro/Jahr (bei SpielSicher ist es kostengünstiger, weil nicht zusätzlich noch eine „Aufnahmegebühr“ von nochmal 60 Euro anfällt wie bei „Wir machen Spielzeug“).

Ein zusätzlicher Bonus ist: Bei den Vereinen bekommst Du auch Antwort auf eventuelle Detailfragen von Spielzeugsicherheits-Experten. Sie bieten aber nicht so eine komfortable Schritt-für-Schritt-Anleitung für die CE-Kennzeichnung wie meine CE Handbücher :-). Die Mitglieder müssen sich zum Schluss doch allein durch die Normen (und die wahnsinnig anstrengende und zeitraubende Dokument-Erstellung) kämpfen.

Deswegen ist die Kombination aus meinen CE-Handbüchern und die Mitgliedschaft in einem der Vereine die optimale Lösung.

Die Mitgliedschaft bei „SpielSicher“ günstiger als die bei „Wir machen Spielzeug“, weil bei WMS noch eine einmalige Aufnahmegebühr von 60 Euro anfällt. Soweit ich weiß, unterscheiden sich die Leistungen der Vereine nicht; bei beiden bekommst Du Basis-Infos, die Normen und kannst Deine Detail-Fragen stellen.

Hier kannst Du Dich als Vereinsmitglied anmelden:
www.spielsicher.de
www.wirmachenspielzeug.de

Alternativen zur Vereins-Mitgliedschaft

Wenn Du partout nicht in einen der Vereine eintreten willst, aber die Normen trotzdem lesen musst/willst, kannst Du auch einen der 90 „Normen-Infopoints“ des DIN-Institutes in Deutschland nutzen. Hier erhältst Du kostenlose Einsicht in alle Normen.

Ich war noch nicht dort. Ich vermute, Du darfst die Normen dort nur einsehen, nicht kopieren, und ich habe auch schon gehört, dass Du die dort gelesenen Inhalte nicht gewerblich nutzen darfst (ja, absurd, aber es ist die Welt der Normen…).

Vielleicht fragst Du aber mal höflich, ob Du kopieren darfst; vielleicht guckt der- oder diejenige ja bei einer netten Puppenmacherin (die eine ihrer Puppen dabei hat 🙂 ja mal absichtlich für eine Weile weg…?

Hier kannst Du Dich über die Normen-Infopoints informieren.

Wenn Du einen Studentenausweis hast, kannst Du auch in manchen Universitätsbibliotheken die Normen einsehen.

ODER: Du kannst die DIN-Normen auch einzeln beim Beuth-Verlag kaufen. Hier ist es teurer als die Mitgliedschaft bei SpielSicher. Du musst mindestens zwei Normen kaufen:
– Teil 1: die DIN EN 71-1 (306,60 € als Download) und
– Teil 2: die DIN EN 71-2 (99,80 € als Download).
Das sind zusammen 406,40 €.

Auch die Normen-Teile 3 und 9 sind für uns in gewisser Weise relevant. Aber sie werden im Regelfall dadurch eingehalten, dass Du ausschließlich nach der Spielzeug-Richtlinie zertifiziertes Material verwendest.

Das bedeutet aber gleichzeitig, dass wirklich ALLE Deine Materialien nach den entsprechenden DIN-Normen als spielzeugsicher zertifiziert sein müssen. Da in manchen Zertifikaten nur die chemischen Werte stehen und nicht explizit drinsteht „spielzeugsicher“, musst Du theoretisch solche Zertifikate auf Normenkonformität überprüfen. (Auch dazu findest Du Infos in meinen CE-Handbüchern).

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 Spielzeugsicheres Material zu finden, ist nicht ganz einfach. Hier: Bio-Nicki-Stoffe (GOTS) von Siebenblau.
GOTS-Stoffe sind spielzeugsicher.

Wenn Du Dich bei einem der Vereine angemeldet hast, dauert es nach Deinem Aufnahmeantrag ein paar Tage, bis Du die Bestätigung über Deine Mitgliedschaft vorliegen hast. Sobald Du offiziell Mitglied bist, bekommst Du Online-Zugang zu den relevanten Informationen und Normen.

Wenn Du die Normen bei beuth.de kaufst, kannst Du sie direkt herunterladen.

So, ich hoffe, ich habe ein wenig Licht ins Dunkel der Normen gebracht.

Wenn Dir der Artikel etwas gebracht hat, darfst Du ihn sehr gern teilen und weiter verbreiten!

Danke fürs Teilen!

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